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Platz 1 : Die letzte Spur von Charlotte Link
Platz 2 : Drachenläufer von Khaled Hosseini
Platz 3 : Verblendung von Stieg Larsson
Platz 4 : Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann
Platz 5 : Kein Mann für eine Nacht von Susan E. Phillips
Platz 6 : Mieses Karma von David Safier
Platz 7 : Alle meine Schwestern von Judith Lennox
Platz 8 : Scheintot von Tess Gerritsen
Platz 9 : Die Blutlinie von Cody McFadyen
Platz 10 : Hals über Kopf von Kathy Reichs

Spiegel-Bestenliste Hardcover Woche 20/2008

dolcevita am 10. Mai, 2008

Platz 1 : Feuchtgebiete von Charlotte Roche
Platz 2 : Die Tore der Welt von Ken Follett
Platz 3 : Laienspiel von Volker Klüpfel und Michael Kobr
Platz 4 : Die Wohlgesinnten von Jonathan Littell
Platz 5 : Ein liebender Mann von Martin Walser
Platz 6 : Der Geschmack von Apfelkernen von Katharina Hagena
Platz 7 : Das Schicksal der Zwerge von Markus Heitz
Platz 8 : Bis(s) zum Abendrot von Stephenie Meyer
Platz 9 : Tausend strahlende Sonnen von Khaled Hossein
Platz 10 : Bis(s) zur Mittagsstunde von Stephenie Meyer

Ein neuer, großer Roman vom bekanntesten Unbekannten der amerikanischen Literaturszene: Thomas Pynchon, von dem kein Foto existiert und der nie Interviews gibt, legt eine gigantische Zeitreise vor: “Gegen den Tag”.

“Ein Meisterwerk,” so Denis Scheck, “wie es ein Literaturkritiker auf dieser Erde wohl nur einmal in seinem Leben vorstellen darf.”

Pynchons Roman erzählt vom Amerika vor dem Ersten Weltkrieg, von einer aufgeheizten Ära voll kapitalistischer Gier, bigotter Religiosität und sozialen Unruhen. Von Chicago, Hollywood und New York aus weitet sich die Szenerie nach Mexiko, auf den Balkan und bis nach Sibirien – und führt uns auch “an ein, zwei Orte”, sagt Thomas Pynchon, “die auf keiner Landkarte zu finden sind.”

Aus historischen Fakten und einer überschäumenden Imagination entfaltet Pynchon sein Panorama einer untergehenden Welt – in der alles schwach, korrupt und hinfällig ist, nur nicht die Sprache dieses genialen Schriftstellers.

Quelle: Druckfisch mit Denis Scheck am 04. 05. 2008

Thomas PynchonÜber den Autor
Thomas Ruggles Pynchon, Jr., geboren am 8. Mai 1937 in Glen Cove auf Long Island, New York, ist ein US-amerikanischer Schriftsteller und bedeutender Vertreter der literarischen Postmoderne.

Seit 1963 ist er von der Bildfläche verschwunden. Abgetaucht, undercover in eigener Sache: Thomas Pynchon, der “berühmteste Abwesende der modernen Literatur” (FAZ). Er ist der Mann, den (fast) niemand kennt. Der sich vor einem halben Jahrhundert aus der Öffentlichkeit verabschiedete. Der älteste junge Mann der Gegenwartsliteratur – sein letztes veröffentlichtes Konterfei stammt von 1957. Immerhin seine Stimme kennt man von drei Auftritten bei den «Simpsons». Pynchon polarisiert – auch mit seinem neuen Roman Gegen den Tag – dem ersten literarischen Lebenszeichen seit neun Jahren, seit Mason & Dixon.

Das gesicherte Wissen über den großen Unsichtbaren ist rasch referiert: 1937 in Glen Cove, auf Long Island als Sohn eines Landvermessers geboren. Studium der Physik und später der englischen Literatur an der Cornell-Universität (u.a. bei Vladimir Nabokov). Technischer Redakteur bei den Flugzeugwerken Boeing in Seattle. Werke: V. (1963), Die Versteigerung von No. 49 (1966), Die Enden der Parabel (1973), Spätzünder (1984), Vineland (1990), Mason & Dixon (1997). Quelle: Rowohlt Verlag

Gegen den TagKurzbeschreibung
Gegen den Tag umspannt den Zeitraum zwischen der Weltausstellung in Chicago 1893 und den Jahren kurz nach dem Ersten Weltkrieg und führt von den Arbeiterunruhen in Colorado über das New York der Jahrhundertwende, London und Göttingen, Venedig und Wien, den Balkan, Zentralasien, Sibirien zur Zeit des Tunguska-Ereignisses und Mexiko während der Revolution ins Paris der Nachkriegszeit, Hollywood während der Stummfilmära und an ein, zwei Orte, die
auf keiner Landkarte zu finden sind. Während sich die weltweite Katastrophe schon am Horizont bzeichnet, beherrschen hemmungslose kapitalistische Gier, falsche Religiosität, tiefe Geistlosigkeit und böse Absichten an hohen Stellen das Bild. Derweil treibt Thomas Pynchon sein Spiel. Figuren unterbrechen ihr Tun, um größtenteils alberne Liedchen zu singen. Seltsame und abseitige Sexualpraktiken werden ausgeübt, obskure Sprachen gesprochen, und das nicht immer idiomatisch richtig. Kontrafaktische Ereignisse finden statt. Vielleicht ist dies nicht die Welt, aber mit ein, zwei kleinen Änderungen könnte sie es sein.

Gebundene Ausgabe: 1760 Seiten, Verlag: Rowohlt (1. Mai 2008)

Der Verlag hat eine Leseprobe online gestellt.

Post aus dem Münchner Literaturhaus:

Martin Walser am 28.5.: Es gibt wieder Karten / Raumänderung

Da die Lesung mit Martin Walser am Mittwoch, den 28. Mai, bereits ausverkauft ist, haben wir uns entschlossen, umzuziehen: Wir verlegen die Lesung in die große Aula der LMU und haben so noch reichlich Platz.

Karten reservieren Sie bitte weiterhin unter der Rufnummer 089-29 19 34-27. Die Abendkasse in der LMU ist ab 19 Uhr geöffnet. Die bisher reservierten Karten behalten ihre Gültigkeit.

Wir freuen uns auf Sie!
Ihr
Literaturhaus München Team

Ein liebender Mann

Mittwoch, 28.5., 20.15 Uhr
LMU, große Aula, Geschwister-Scholl-Platz
U-Bahn U 3/6 Universität
Lesung mit Martin Walser
Moderation: Dieter Borchmeyer

Ein liebender Mann Marienbad 1823. Der 73jährige Goethe - Witwer und so berühmt, dass sein Diener Stadelmann heimlich Haare von ihm verkauft - liebt die 19jährige Ulrike von Levetzow. Blicke werden getauscht, Worte gewechselt, die beiden küssen einander auf die Goethe’sche Art. Er sagt: Beim Küssen kommt es nicht auf die Münder, die Lippen an, sondern auf die Seelen. »Das war sein Zustand: Ulrike oder nichts.« Diese späte Passion ist verknüpft mit dem Bemühen, das eigene Alter zu kaschieren und auch mit dem unausweichlichen Scheitern einer solchen Liebe. Goethe hat seine späte Leidenschaft in seinen »Marienbader Elegien« verarbeitet.
Martin Walser fasst diese bisweilen schmerzhafte historische Liebesgeschichte in einen so empfindsamen wie schonungslosen Roman. Er liest Passagen daraus vor und spricht mit dem Literaturprofessor Dieter Borchmeyer über seine Umsetzung eines pikanten historischen Themas.
Veranstalter: Rowohlt Verlag, Ludwig-Maximilians-Univeristät München, Stiftung Literaturhaus
Eintritt: Euro 12.- / 10.-

Von 11 Uhr an werden auf dem Odeonsplatz (bis 13 Uhr) und dem Königsplatz (bis 22 Uhr) prominente Persönlichkeiten, darunter Dieter Hildebrandt und Bruno Jonas, aus verbrannten Büchern lesen. Zuvor wird um 10 Uhr der Künstler Wolfram P. Kastner auf dem Königsplatz einen Brandfleck herstellen, “damit kein Gras über die Sache” wächst. Die Führung “Der Nationalsozialismus in München” verbindet die beiden Lesungsorte (Treffpunkt: Odeonsplatz, Arkaden im Hofgarten).

BücherverbrennungAm 10. Mai 1933 loderten in vielen deutschen Städten die Scheiterhaufen. Zehntausende versammelten sich allein in München, um zuzusehen, wie die Werke von mehr als hundert jüdischen, marxistischen und pazifistischen Autoren in Flammen aufgingen.

Damit dieses Ereignis und die Bücher nicht in Vergessenheit geraten, wird das Münchner Kulturreferat am Pfingstsamstag, den 10. Mai, mit der “Aktion wider den undeutschen Geist” mit Lesungen und Führungen an den 75. Jahrestag der Bücherverbrennung erinnern.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Hat Deutsch eine Zukunft?: Unsere Sprache in der globalisierten Welt von Jutta Limbach ist das dritte Buch, das im neuen Lesesaal der Frankfurter Allgemeinen Zeitung besprochen wird.

Hat Deutsch eine ZukunftKurzbeschreibung
Ist die deutsche Sprache in Gefahr?

Darf man anordnen, daß auf unseren Schulhöfen deutsch gesprochen wird? Kann der Staat Fremdwörter und Anglizismen verbannen? Wie können wir Deutsch wieder als Wissenschaftssprache beleben? Und wie erreichen wir, daß sich das Deutsche als Europasprache behauptet? Jutta Limbachs Buch ist ein Plädoyer für, und eine Liebeserklärung an die deutsche Sprache. Deutsch spielt keine Hauptrolle im weltweiten Sprachenkonzert; an der Stellung der globalen lingua franca Englisch kann und will niemand mehr rütteln. Trotzdem, Deutsch ist eine beachtliche “Regionalsprache” in der Europäischen Union. 32% aller EU-Bürger sprechen deutsch (51% englisch, 26% französisch und 15% spanisch). Wie wird sich das Deutsche in einer erweiterten Union behaupten, in der offiziell 20 Sprachen gesprochen werden? Und innenpolitisch ist die Frage, welche Integrationskraft das Deutsche entwickeln wird und welche Perspektiven ein Konzept von Mehrsprachigkeit eröffnet. Taugt die Sprache als Instrument der Integration und in welcher Weise können Rechtsnormen den Sprachgebrauch beeinflussen? Jutta Limbach, die als Präsidentin des Goethe-Instituts in besonderer Weise mit den Themen “Spracherwerb” und “Sprachkultur” befasst ist, geht in diesem Buch der Frage nach, welche Rolle wir selbst dem Deutschen zubilligen, was uns zu recht daran hindert, sprachlich aufzutrumpfen und weshalb es dennoch sinnvoll ist, uns mit Nachdruck für eine konsequente Sprachpraxis einzusetzen. Um weltgewandt zu erscheinen, spricht mancher Deutsche im Ausland selbst mit Deutschen lieber englisch oder französisch. Welcher Italiener, Spanier oder Grieche käme je auf eine solche Idee? Jutta Limbach nimmt einige unserer Sprachgewohnheiten unter die Lupe und plädiert dann sehr überzeugend zu Gunsten des Deutschen.

Über die Autorin
Jutta Limbach, Prof. Dr. Dr.h.c. mult., geb. 1934, ist heute Präsidentin des Goethe-Instituts Inter Nationes. Von 1994 bis 2002 war sie Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe. Bei C.H.Beck liegen von ihr vor: “Das Bundesverfassungsgericht” (bsr 2161); “Die Demokratie und ihre Bürger” (2003) und “Die deutschen Verfassungen” (1999, hrsg. zus. m. Roman Herzog und Dieter Grimm).

LesesaalSprachpuristen atmen auf, die unter dem schillernden Namen “Feuilleton” versammelte Redaktion spricht wieder eine Sprache: Nach kurzer Überlegung hat die FAZ nach eigenen Angaben beschlossen, den provozierenden Widerspruch ihres englischnamigen Bücherforums zur Zukunft der deutschen Sprache aufzulösen: Der virtuelle Leser-Tummelplatz mit dem Taufnamen “Reading Room” wird in Zukunft “F.A.Z. Lesesaal” heißen.

Zur Auswahl standen Vorschläge wie Lit.Faz.Säule, Literatur-Bus, die Leseweide, die Schmökerecke, BuchFAZetten, Bücherforum, Neigungsgruppe Buchbesprechung, Fazecke und Salon, geworden ist es der demokratische Lesesaal, weltoffen und ohne Eintrittsbarrieren.

Bella SwanDie Dreharbeiten zur Verfilmung von Bis(s) zum Morgengrauen / Twilight (Originaltitel) von Stephenie Meyer haben begonnen. Der Film kommt voraussichtlich am 12. Dezember 2008 in den USA in die Kinos und im Frühjahr 2009 in die deutschen Kinos.
Die Regisseurin ist Catherine Hardwicke, Melissa Rosenberg schrieb das Drehbuch zum Film. Die Rolle der Protagonistin Bella Swan wurde am 16. November 2007 an die Schauspielerin Kristen Stewart vergeben, die des Edwards am 11. Dezember 2007 an Robert Pattinson.

Auch die Darsteller für Edwards Familie, die Cullens, stehen fest.
Peter Facinelli, Elizabeth Reaser, Jackson Rathbone, Nikki Reed, Ashley Greene und Kellan Lutz werden wir auf der Leinwand als Emmett, Rosalie, Esme, Edward, Carlisle, Alice, Jasper wiedersehen.

James und EdwardFilmszene mit James und Edward

Quelle: Fotos Flickr Infos Bissfan